• Sven Piper

LRLL 31: Klumpen aus planetarem Zeug

Aktualisiert: 27. März 2019

Astronomen haben mit dem Spitzer Weltraumteleskop Beweise dafür gefunden, dass ein ungewöhnlicher Begleiter um einen Stern auf eine sehr merkwürdige Art entsteht.


Die künstlerische Darstellung zeigt einen wirbelnden Materialklumpen in einer planetenformenden Scheibe und tatsächlich entsteht im 1.000 Lichtjahre entfernten System LRLL 31 gerade ein Planet (oder Stern) auf diese Weise.

Normalerweise werden Planeten in rotierenden Staub- und Gasscheiben geboren und saugen wie ein Staubsauger das Material aus ihrer Bahn auf und hinterlassen dabei mit jedem Umlauf immer weniger Material auf ihrer Bahn. Aber nicht so in diesem System in der IC 348 Region im Sternbild Perseus. Hier zeigen die Spitzer Infrarot-Daten, dass es in der Scheibe eine innere und äußere Lücke gibt und das wöchentliche Änderungen im Infrarotspektrum auftreten – was sehr ungewöhnlich ist.


Es ist sogar so, das das Licht in verschiedenen Wellenlängen vor und zurück schwankt, die kürzeren Wellenlängen steigen an, wenn die längeren Wellenlängen zurückgehen und umgekehrt.


Deswegen kamen die Astronomen auf die Idee eines Begleiters, da dieser mit seinen Gravitationskräften die innere Scheibe stark beeinflussen könnte, weshalb es zu der erwähnten Klumpenbildung kommen könnte. Dieser Klumpen würde ebenfalls um den Zentralstern rotieren und teilweise würde die äußere Scheibe abgedunkelt werden.


Wenn der Stern nun an der Vorderseite des Sterns vorbeizieht, würden die kürzeren Wellenlängen runtergehen und die längeren Wellenlängen hochgehen, da der Stern nur die innere Seite beleuchten würde, wenn der Klumpen hingegen auf die andere Seite des Sterns gewandert ist, würden durch das (nun sichtbare) heißere Material, die kürzen Wellenlängen ansteigen und die längeren Wellen zurückgehen.


Quelle: NASA

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