von Sven Piper

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Mars Global Surveyor Sonde

November 11, 2017

Am 7. November 1996 startete die Mars Global Surveyor Sonde mit einer Delta II Rakete. Dies war die Rückkehr zum Roten Planeten nach einer 20-jährigen Abwesenheit vom Mars. Es war der Beginn einer ganzen Reihe von Sondenstarts zu unserem Nachbarplaneten.

 

Nach einer 10-monatigen Reise erreichte die Mars Global Surveyor Sonde am 12. September 1997 den Mars und zündete für 22 Minuten die Triebwerke um in einen elliptischen Polarorbit einzuschwenken und benötigte fort an 44 Stunden 59 Minuten und 34 Sekunden für einen Umlauf um den Mars, bei der dichtesten Annäherung von 262 km über der nördlichen Hemisphäre und einer entferntesten Annäherung von 54.026 km über der südlichen Hemisphäre des Planeten. 

Nach einem 16-monatigen aerobraking Verfahren wurde der finale Orbit in 450 Kilometern Höhe erreicht, wobei MGS den Mars alle 2 Stunden umkreiste.

 

Im Jahr 1999 begann die Sonde mit ihrer Primärmission, der Kartierung des Roten Planeten. Dies dauerte bis zur Vervollständigung bis Januar 2000 und bis zum Abbruch der Kommunikation am 2. November 2006, lange nach Abschluss der eigentlichen Mission befand sich die Sonde in einer Umlaufbahn und sammelte kontinuierlich Daten. Die wahrscheinlichste Ursache für den Verlust ist ein fehlerhaftes Softwareupdate gewesen, wodurch sich die Sonde nach einem Routinemanöver in eine ungünstige Lage zur Sonne drehte und eine Batterie stark erhitzt wurde, was letztendlich zum Ausfall beider Batterien und zum Verlust der Sonde führte. [1]

 

Für die Erfüllung seiner Missionsziele befanden sich verschiedene wissenschaftliche Instrumente an Bord, wobei das wichtigste Instrument die Mars Orbiter Camera (MOC) war, da diese Dual-Modus Kamera im kleinwinkeligen Modus hochauflösende Schwarz-Weiß-Bilder von allen Objekten, die nicht kleiner als 1,4 Meter sind, aus dem Orbit heraus machen konnte. Diese Bilder waren scharf genug um die Geologie des Mars näher zu untersuchen.

 

Im Weitwinkelmodus konnten hingegen globale Aufzeichnungen gemacht werden, inklusive spektakulärer Panoramabilder. Diese Bilder waren wichtig um das Wetter auf dem Mars nachzuvollziehen. Vom besonderen Interesse für die Wissenschaftler sind dabei Phänomene wie Sandstürme, Wolkenformationen und das Verhalten der Polareiskappen über längere Zeiträume gewesen.

 

Des Weiteren war die Sonde noch mit einem Mars Orbiter Laser Altimeter ausgestattet gewesen, um Höhenmessungen durchzuführen, einem Thermal Emission Spectrometer für Studien über die Atmosphäre und die mineralische Zusammensetzung der Oberfläche und einem Magnetometer für die Untersuchung der magnetischen Eigenschaften des Mars.

 

Konstruiert wurde die 1060 Kilogramm schwere Sonde von Lockheed Martin Astronautics in Denver.

 

Mission Highlights

 

Das Infrarot Spektrometer fand hohe Konzentrationen des feinkörnigen Minerals Hämatit, das sich hauptsächlich in der Anwesenheit von flüssigem Wasser bildet. Als besonders ergiebig erwies sich dabei die Landestelle Meridiani Planum des Mars Exploration Rover "Opportunity". [2]

 

Mit seinem Magnetometer entdeckte MGS lokale Überbleibsel magnetischer Felder und Hinweise darauf, dass der Mars auch einmal ein globales Magnetfeld besessen hat. Was ein großer Vorteil für die Entstehung von Leben ist, da nur so zellschädigende kosmische Strahlen von der Oberfläche abgehalten werden. [2]

 

Die eigentliche sensationellste Entdeckung erfolgte einen Monat nach Abbruch der Kommunikation, denn am 6. Dezember 2006 verkündete die NASA, dass flüssiges Wasser auch in den letzten 5 - 7 Jahren über die Oberfläche des Mars geflossen sein muss, wie auch das Bild von der Centauri Montes Region zeigt. [3]

 

[1] https://www.nasa.gov/mission_pages/mgs/mgs-20070413.html

[2] https://www.nasa.gov/mission_pages/mgs/mgs-20070413a.html

[3] https://mars.jpl.nasa.gov/mgs/gallery/20061206a-gullies.html#allimages

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