von Sven Piper

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Venus

November 10, 2017

Die Venus ist der zweite Planet von der Sonne aus und der nächste Nachbar der Erde. Obwohl sie der Erde ähnlich aufgebaut ist und allgemein als Schwesterplanet bezeichnet wird, besitzt sie heute doch ein völlig anderes Bild als unsere Erde. Man bezeichnete die Venus früher als Abend- und Morgenstern, da die Astronomen dachten, dass es sich um zwei Objekte handeln würde. Ihren Namen verdankt die Venus der römischen Göttin der Liebe und der Schönheit.

 

Insgesamt haben schon 22 Sonden die Venus besucht. Eine der interessantesten Missionen war dabei die Mission der amerikanischen Sonde Magellan, denn sie kartografierte von 1990 - 1994 die Oberfläche des Planeten mit einer hohen Auflösung, indem sie mit Radarwellen durch die Wolken drang.

 

Sowjetischen Ingenieuren gelang beim Venera Programm (1961 - 1983) mehrmals erfolgreich eine Sonde durch die turbulente Atmosphäre der Venus zu steuern und Bilder von der Oberfläche zur Erde zu übertragen. Die erfolgreichste Sonde war dabei Venera 13. Sie übertrug 127 Minuten Daten und das bei einer Außentemperatur von  457 °C und einem Atmosphärendruck von 84 Bar.

 

Oberfläche

 

Ihre Oberfläche ist durch eine große Anzahl an Vulkanen geprägt, die wahrscheinlich heute noch aktiv sind, obwohl man bislang dafür keine direkten Beweise gefunden hat. Doch große Änderungen des Schwefeldioxidgehalts in der Atmosphäre deuten indirekt darauf hin.

Erstaunlicherweise findet man auf der Venus nur eine geringe Anzahl an Einschlagkratern, denn nicht alle Krater können durch die vulkanische Aktivität eingeebnet sein. Obwohl kleinere Meteoriten bereits in der dichten Atmosphäre auseinander brechen bevor sie die Oberfläche erreicht haben.

 

Des Weiteren finden sich auf ihr riesige Ebenen bedeckt mit Lavaflüssen und Bergen.

 

Klima und Temperaturen

 

Die Venus ist bedeckt durch dicke, schnell treibende Wolken. Diese Wolken, die hauptsächlich aus Schwefelsäure und Kohlendioxid bestehen, reflektieren das Sonnenlicht und verhindern ein Abkühlen der Oberflächentemperatur. Durch diesen nachhaltigen Treibhauseffekt herrschen auf der Venus Temperaturen von 450°C und die Venus ist damit heißer als der sonnennächste Planet Merkur. Diese Temperatur reicht aus um Blei zu schmelzen und ist einer der Gründe, warum eine nähere Untersuchung durch Sonden so schwierig ist.

 

Der Luftdruck ist, wie in großen Tiefen eines Ozeans, 90-mal stärker als auf der Erde.

 

Besonderheiten

 

Die Venus rotiert sehr schleppend um ihre eigene Achse, einmal alle 243 Tage, da ein Umlauf um die Sonne aber nur 225 Tage dauert, ist ein Tag auf der Venus länger als ein Jahr. Hinzu kommt, dass die Venus entgegengesetzt rotiert. Die Ursache hierfür könnte der Einschlag eines Planetoiden in grauer Vorzeit sein.

 

Aufbau

 

Der Innere Aufbau der Venus ist ähnlich dem der Erde. Sie besitzt einen Eisenkern mit einem Durchmesser von etwa 3000 Kilometern. Dieser ist umgeben von einem flüssigen Mantel aus Magma. Des Weiteren belegen Daten der Sonde Magellan, das die Kruste stärker und dicker ist, als man erwartet hatte.

 

Überraschenderweise aber besitzt die Venus kein permanentes Magnetfeld, lediglich durch den Sonnenwind entsteht ein Pseudo-Feld.

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