von Sven Piper

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Sedna

November 10, 2017

Sedna ist ein planetenähnlicher Körper unseres Sonnensystems der am 14. November 2003 von dem Astronomenteam Michael Brown vom Caltech (California Institute of Technology), Chad Trujillo vom Gemini-Observatorium und David Rabinowitz von der Yale-Universität entdeckt wurde und zu den Trans-Neptun-Objekten zählt.

 

Der Öffentlichkeit wurde die Entdeckung aber erst am 15. März 2004 vorgestellt. Benannt ist dieses Objekt nach der Meeresgöttin der Inuit und wurde mit dem 1,2 m Schmidt-Teleskop am Mount Palomar Observatorium aufgespürt. Aufgrund seiner relativ geringen Größe und der hohen Bahnexzentrizität zählt Sedna nicht zu den Planeten unseres Sonnensystems.

 

Sedna hat einen Durchmesser von ca. 1600 km und gehört damit aber zu den größten Objekten des Sonnensystems, die seit der Entdeckung des Plutos 1930 gefunden wurden. Die Entfernung zur Sonne beträgt rund 90 AU und Sedna hat eine ausgeprägte exzentrische Umlaufperiode von 10.500 Jahren, die Oberflächentemperatur liegt deshalb bei lediglich ungefähr 30° K (-240°C).

Nachträglich konnte Sedna auf mehreren älteren Aufnahmen aus den Jahren 2001 bis 2003 gefunden werden, dies führte zur Berechnung sehr genauer Bahndaten.

 

Anfängliche Studien gehen entweder davon aus, dass Sedna von den großen Gasgiganten aus dem inneren Sonnensystem auf seine jetzige Umlaufbahn geschleudert wurde oder durch ein massereiches Objekt (Stern, Schwarzes Loch), das an unserem Sonnensystem vorbeigezogen ist aus dem Kuiper Gürtel heraus katapultiert wurde, doch wie dem auch sei, Sedna ist ein Hinweis darauf, dass die protoplanetare Scheibe bei der Geburt unseres Sonnensystems eine größere Ausdehnung besessen hat als gedacht.

 

Ferner ist der Mars nicht mehr der einzige Körper unseres Sonnensystems, dessen Oberfläche eine rote Farbe besitzt, doch bleibt deren Ursprung bei Sedna bisher im Unklaren.

 

Die rote Farbe könnte auf Eisenverbindungen oder auf eine hohe Konzentration organischer Stoffe auf der Oberfläche hinweisen. Im ersten Fall böten sich Analogien zum Mars, im zweiten zu einigen Kometen an. Jedoch ist zur Entstehung von Eisenoxid nicht unbedingt eine Atmosphäre nötig. Ein Körper, der so weit außen, womöglich sogar in der Oortschen Wolke, entstanden sein soll, ließe einen hohen Eisengehalt bisher nicht erwarten. Verbindungen der organischen Chemie kommen im Universum unabhängig von Leben vor, z. B. als Alkohole in Gasnebeln.

 

Zunächst stellte seine geringe Rotationsperiode ein Rätsel da, weshalb man davon ausging, dass Sedna einen Mond haben könnte, der ihn abbremst, doch neue Messungen des Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics zeigen das Sedna alle 10 Stunden rotiert und damit wesentlich schneller rotiert als Anfangs gedacht, so das kein Mond mehr als Erklärung notwendig ist.

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