von Sven Piper

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Milchstraße

November 10, 2017

Die Milchstraße ist unsere eigene Galaxie. Der Name leitet sich daher ab, da man von der Erde aus sie als einen verschwommenen hellen Streifen am Nachthimmel wahrnehmen kann.

 

Unsere Galaxie ist eine typische Spiralgalaxie und wir befinden uns in einem Spiralarm von ihr. Insgesamt ist die Milchstraße über hunderttausend Lichtjahre groß und umfasst viele Milliarden von Sternen. In der Galaxiemitte, dem galaktischen Kern, befindet sich die Radioquelle Sagittarius A* (Sternbild Schütze), wobei es sich um ein supermassereiches Schwarzes Loch handelt, das zur Zeit inaktiv ist. Um diese Scheibe herum befindet sich der Halo, eine kugelrunde Hülle mit älteren Sternen und Kugelhaufen.

 

Unsere Sonne liegt etwa 28.000 Lichtjahre vom Zentrum der Galaxis entfernt und braucht bei einer Umlaufgeschwindigkeit von 250 km/s über 200 Millionen Jahre für einen Umlauf, dabei führt sie nicht nur eine horizontale Bewegung durch sondern schwankt auch periodisch vertikal.

In den fünf Spiralarmen gibt es Bereiche mit höheren Materiedichten aus interstellarem Gas und Staub, aus denen sich neue Sterne bilden oder Sterne wie unsere Sonne gebildet haben.

Unsere nächsten galaktischen Nachbarn sind die Andromeda Galaxie und die Große und die Kleine Magellansche Wolke. Insgesamt sind es über 20 Galaxien, die mit uns eine lokale Gruppe bilden, wobei die meisten von ihnen Zwerggalaxien sind.

 

Des weiteren gibt es noch eine Galaxie mit der Bezeichnung Canis-Major-Zwerggalaxie, die besonders erwähnenswert ist, da sie nur 42.000 Lichtjahre vom Zentrum unserer Galaxie entfernt ist und von unserer Galaxie gerade "verspeist" wird. Mit gerade mal einer Milliarde Sternen ist sie ein kosmisches Leichtgewicht und aufgrund dessen wird sie durch die Gravitationskräfte der Milchstraße regelrecht auseinandergerissen.

 

Diese Galaxiekollisionen ist aber nicht die erste ihrer Art. Denn bereits 1994 entdeckte man, dass die Sagittarius-Galaxie (M54) ebenfalls mit unserer Galaxie kollidiert.

 

Optische Beobachtungen dieser Phänomene sind aufgrund des dichten Staubnebels unserer Galaxie nicht möglich, daher sind die Astronomen auf Beobachtungen im Infrarot-Spektrum angewiesen.

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