von Sven Piper

© 2019 astris

  • LinkedIn App Icon
  • Instagram
  • YouTube Social Icon
  • Twitter App Icon
  • Facebook App Icon
  • Vimeo Social Icon

Andromeda Galaxie

November 10, 2017

Die Andromeda Galaxie M31 (NGC 224) bezeichnet man allgemein als unsere Schwestergalaxie, da man lange Zeit dachte, dass ihre Masse, Rotationsgeschwindigkeit, Leuchtkraft und Radius mit der unseren vergleichbar ist, doch im Mai 2005 entdeckte man, das sie 3-mal größer ist als bislang angenommen und ihr Durchmesser nicht 70.000 Lichtjahre sondern 220.000 Lichtjahre beträgt. Entdeckt wurde die Andromeda Galaxie vom persischen Astronomen Al-Sufi im Jahre 905 n. Chr.

 

Eine Besonderheit ist, dass man lange Zeit davon ausging, dass die Andromeda Galaxie in ihrem Inneren einen doppelten Kern, bestehend aus zwei supermassiven Schwarzen Löchern und ein paar Millionen dicht gepackter Sterne besitzt. Dabei dachte man, dass eines der supermassiven Schwarzen Löcher aus einer früheren Kollision mit einer anderen Galaxie stammt, wie das mittlere Bild der Wide Field and Planetary Camera 2 suggeriert. Doch neue Daten des Hubble Weltraumteleskop zeigen, das der Kern aus einem Ring roter, älterer und einem Ring jüngerer, blauer Sterne besteht, die in dem Gravitationsfeld eines supermassiven Schwarzen Loches gefangen sind.

 

Das Zentrum von M31 hat im Röntgenstrahlen Bereich eine ungewöhnlich "kühle", Millionen Grad heiße Röntgenstrahlenquelle unbekannter Natur. Direkt über der kalten Quelle scheint eine Röntgenquelle mit rotierendem Material zu sein, das in ein supermassives Schwarzes Loch stürzt. Dieses Schwarze Loch enthält die 30 Millionen fache Masse unserer Sonne. Des weiteren sind eine ganze Reihe weiterer Röntgenstrahlenquelle im Zentrum von M31 auszumachen, dabei handelt es sich vermutlich um Neutronensterne und Schwarze Löcher, die von einem Begleitstern Material absaugen.

 

Eine weitere Besonderheit ist, das sich die Andromeda Galaxie mit ca. 266 km/s auf uns zu bewegt, obwohl sich fast alle anderen Galaxien von uns wegbewegen, wie wir durch die Rotverschiebung wissen. Dies wird in ungefähr 3 Milliarden Jahren dazu führen, dass sie mit unserer Galaxie, der Milchstraße, kollidiert.

Share on Facebook
Share on Twitter
Please reload