von Sven Piper

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Ein Schwarzes Loch in Medusas Haaren

March 12, 2009

Die Medusa Galaxie (NGC 4194) wurden im optischen Bereich vom Hubble Weltraumteleskop und im Röntgenstrahlenbereich vom Chandra Röntgenstrahlen Observatorium aufgenommen.

 

Laut der griechischen Mythologie wird jeder der eine Medusa anblickt zu Stein, doch dies muss man in diesem Fall nicht fürchten, denn es handelt sich um ein zusammengesetztes Bild, bei dem orange den optischen und blau den Röntgenstrahlenanteil repräsentiert.

Doch in einem Punkt liegen Mythologie und Wissenschaft recht nahe beieinander, denn der Kopf der Medusa, der in der Mythologie aus Schlangen besteht, birgt auch in der Realität ein großes Gefahrenpotenzial. Denn direkt über der Medusa Galaxie, hat sich in ihren "Haaren" ein Schwarzes Loch eingenistet, das mit seinen Gravitationskräften diesen Bereich beherrscht und wahrscheinlich das Überbleibsel einer Galaxiekollision ist.

Viele Röntgenstrahlenquellen im Universum sind binär und bestehen aus einem stellaren Schwarzen Loch oder einem Neutronenstern und es handelt sich um die Überreste von massereichen Sternen, welche in einer Supernova Explosion vergangen sind. Ihre "Überreste" können dabei über einen wesentlich größeren Zeitraum Röntgenstrahlen aussenden als ihre stellaren Vorläufer.

Eine neuste Studie über die Medusa Galaxie und 9 anderer Galaxien untersuchte die Wechselbeziehung zwischen der Formierung neuer Sterne und der Produktion von Röntgenstrahlenzwillingen.

Dabei fanden die Forscher heraus, dass die Medusa Galaxie und NGC 7541 besonders heraus stachen. Beide Galaxien haben eine hohe Sternentstehungsrate und es wurde entdeckt, das die Anzahl heller Röntgenstrahlquellen und ihre durchschnittliche Helligkeit mit der Sternentstehungsrate in Verbindung steht. Dies könnte Forschern dabei helfen, die Sternentstehungsraten von weit entfernten Galaxien abzuschätzen.

Ferner wurde entdeckt, dass für jede Million Tonnen Gas, welches in die Produktion neuer Sterne einfließt, eine Tonne zu einem Schwarzen Loch oder einen Neutronenstern wandert, was die Genauigkeit von Computermodellen erhöhen könnte.

 

Quelle: Chandra Harvard

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