von Sven Piper

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Venus und Jupiter nähern sich einander

January 30, 2008

Werden Sie vor Sonnenaufgang an einem arktisch kalten Februarmorgen wach ... und gehen nach draußen?

 

Diesen Freitag werden Sie froh sein es getan zu haben.

 

Die beiden hellsten Planeten im Sonnensystem, Venus und Jupiter, nähern sich einer spektakulären Begegnung. Die beste Beobachtungszeit: Freitagmorgen, der 1. Februar. Venus und Jupiter werden so nah beieinander sein, dass Sie die beiden Planeten mit der Spitze Ihres Zeigefingers auf Armlänge bedecken können.

 

Sie benötigen einen klaren Himmel im Südosten, um die Show beobachten zu können. Venus und Jupiter werden tief stehen, wie landende Flugzeuge und leicht von hohen Gebäuden und Bäumen verdeckt. Gehen Sie also vorher nach draußen (am Nachmittag, wenn es wärmer ist) und finden eine Lücke für die Beobachtung, damit Sie nicht am Freitag im Dunklen danach suchen müssen.

 

Der Aufwand lohnt sich, weil Venus und Jupiter weniger als 1° voneinander entfernt sein werden, wie Zwillinge die den rötlichen Sonnenaufgang durchbrechen. Sie werden kaum Ihre Augen davon abwenden können. Venus und Jupiter sind buchstäblich verzaubernd.

 

Es gibt eine physikalische Grundlage für dieses Phänomen. Wenn zwei Planeten so dicht beieinanderstehen, erhaschen sie einen extra Teil Aufmerksamkeit in Ihrem Gehirn. Stellen Sie sich folgendes vor:

 

"Ihr Auge ist wie eine Digitalkamera", erklärt Dr. Stuart Hiroyasu, O.D., aus Bishop, California. "Es gibt eine Linse vorne, um das Licht zu fokussieren, und ein Foto-Array hinter der Linse, um das Bild einzufangen. Das Foto-Array in Ihrem Auge wird Retina genannt. Es besteht aus Stäbchen und Zapfen, den organischen elektronischen Pixeln."

 

Nahe dem Zentrum der Retina liegt die Fovea, ein Stückchen Gewebe mit einem Durchmesser von 1,5 Millimetern, wo die Zapfen extra dicht gepackt sind. "Was immer man mit der Fovea sieht, sieht man hoch aufgelöst", sagt er. Die Fovea ist entscheidend für Lesen, Fahren und Fernsehen. Die Fovea hat die Aufmerksamkeit des Gehirns.

 

Der Blickwinkel der Fovea ist nur etwa 5 Grad breit. Am Freitagmorgen passen Venus und Jupiter beide in diesen schmalen Winkel hinein und signalisieren dem Gehirn, "dies ist es wert betrachtet zu werden!"

 

Wenn Sie Ihre Augen von Venus und Jupiter abwenden können, schauen Sie nach rechts: Eine weitere Annäherung läuft ab. Der sichelförmige Mond taucht direkt neben dem roten Riesen-Stern Antares auf. Mit nur 2° zwischen ihnen passen Mond und Antares ebenfalls in Ihre Fovea.

 

Freitagmorgen sollte man nicht verpassen. Wenn Sie es aber nicht schaffen, machen Sie sich keine Sorgen, da die Show auch in den Februar hinein stattfinden wird. Venus und Jupiter bleiben für einige Tage relativ nah beieinanderstehen und der Mond stößt noch dazu. Gute Morgende sind unter anderem Sonntag der 3. Februar, wenn Mond, Venus und Jupiter eine leicht gebeugte Linie bilden, und Montag der 4. Februar, wenn das Trio eines der erlesensten irdischen Dreiecke bildet, dass Sie jemals zu Gesicht bekommen werden. 

 

Cold, what arctic cold? 

 

Quelle: Science(at)NASA

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