von Sven Piper

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Coronet Cluster: Sternentstehung in der Nachbarschaft

September 18, 2007

Vielleicht nicht so bekannt wie sein großer Cousin der Orion Nebel, ist die Corona Australis Region, in dessen Zentrum sich der Coronet Cluster befindet, doch eine der nahgelegensten und aktivsten Sternentstehungsregionen unserer Milchstraße.

 

Mit einer Entfernung von nur 420 Lichtjahren ist uns der Coronet Cluster dreimal näher als der Orion Nebel. Innerhalb des Clusters befinden sich lose ein paar Dutzend junger Sterne mit großen Unterschieden in ihrer Masse und Entwicklungsstufe. So haben Astronomen hier auch die Möglichkeit „Protosterne“ gleichzeitig in verschiedenen Wellenlängen zu beobachten.

 

Ein zusammengesetztes Bild liefert dabei einen tieferen Einblick in Coronet im Röntgenstrahlenbereich durch Chandra (violett) und im Infrarotbereich durch Spitzer (orange, grün und blaugrün). Das Spitzerbild zeigt junge Sterne plus diffuse Emissionen von Staub. In den Chandra Daten hingegen erscheinen viele dieser jungen Sterne als blaue Objekte, enthüllt durch ihren Ausstoß an hochenergetischer Röntgenstrahlung und der Menge an verdunkelnden Staub und Gas.

 

Der Grund für diese blaue Erscheinung ist ihre niedrigere Röntgenstrahlenergie, die durch einen Schleier an Material absorbiert wird und daher nicht gesehen werden kann. Die Chandra Daten deuten außerdem darauf hin, dass Röntgenstrahlung von den sehr jungen Sternen größtenteils durch die magnetische Aktivität in ihrer äußeren Atmosphäre erzeugt wird.

 

Durch die Vielzahl an jungen Sternen in verschiedenen Lebensphasen können Astronomen durch diese Daten zielgenau beobachten, wie sich junge Sterne entwickeln.

 

Quelle: Chandra X-Ray Observatory Center

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